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30


Nov

2009



Deutschland war schon immer ein hoch entwickelter Industriestandort, und soll dass nach Willen der Politiker natürlich auch bleiben. Doch auf dem Weg zur Informationsgesellschaft reicht eben ein Stromanschluss bei weitem nicht mehr aus. Vor allem moderne Kommunikationsmöglichkeiten sind nötig, allen voran das Internet. Aktuelle Anwendungen verlangen nach immer größeren Bandbreiten. Wie kaum ein anderes Land forciert man in Deutschland den Ausbau entsprechender Netze.

VDSL Netzabdeckung wächst

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Schnelles Internet bedeutet inzwischen nicht mehr DSL, sondern VDSL. Die dafür benötigten Netze werden vor allem von der Deutschen Telekom installiert, und finden sich inzwischen in über 50 deutschen Städten. Technisch sind Bandbreiten von bis zu 100 Mbit/s also bereits in etwa 20 Millionen Haushalten verfügbar, wie die Telekom mitteilt. “Die Telekom ist bereits seit einigen Jahren dabei, in vielen Städten das besonders schnelle VDSL-Netze aufzubauen”, so Manfred Breul vom Branchenverband Bitkom. Zurzeit nutzen zwar hauptsächlich Unternehmen solche Anschlüsse, doch beispielsweise durch steigende Nutzerzahlen des Telekom Internetfernsehens Entertain, steigt auch die Zahl der Privatkunden.

Anschlussvarianten

Die Verlegung der notwendigen Glasfaserkabel erfolgt in drei Varianten, Kosten und mögliche Bandbreiten unterscheiden sich hierbei beträchtlich. Beim FTTC (Fibre to the Curb) Verfahren, werden die Kabel ähnlich wie im Stromnetz bis zum Kabelverzweiger gelegt, die Übertragung zum Endkunden erfolgt durch die vorhandenen Leitungen. “Damit ist es vergleichsweise schnell und kosteneffizient möglich, Bandbreiten bis zu 50 Megabyte pro Sekunde zu erreichen”, so Breul. Höhere Geschwindigkeiten erreicht man durch FTTB (Fibre to the Building). Hier werden allen voran Mehrfamilienhäuser mit Glasfaser angeschlossen, die Hausleitungen bleiben bestehen.

Schnellste aber auch teuerste Variante: FTTH (Fibre to the House). Die Verkabelung mit Glasfaser reicht hier direkt bis zum Endkunden. Die theoretisch möglichen Geschwindigkeiten sind enorm: Bis zu 1 Gbit/s sind realisierbar.

Großstädte weiter voraus

Eine simple Rechnung macht klar: Bei Hunderttausenden potentiellen Kunden, die eine Großstadt bietet, rechnet sich die kostspielige Investition in Glasfasernetze recht schnell. In ländlichen Regionen wird es wohl mittelfristig nur für FTTC Anschlüsse reichen, meist betrieben und somit auch installiert von der Deutschen Telekom. In den deutschen Großstädten sieht die Sache ganz anders aus. Neben dem Bonner Platzhirsch investieren hier auch zahlreiche kleinere Firmen, in der Hoffnung bald auch ein Stück vom Gewinnkuchen abzubekommen. In Hamburg, München und Berlin sollen bald tausende Mehr- und Einfamilienhäuser direkt an das Glasfasernetz angebunden werden. Schwierigkeiten bereitet meist die veraltete Verkabelung in den Häusern selbst. Zwar ist diese vergleichsweise günstig, aber aufwendig. Für Vermieter und Eigentümer oft zu aufwendig. So werden meist die aus den sechziger oder siebziger Jahren stammenden Kupferkabel genutzt. Die Folge sind deutlich geringere Bandbreiten.

 

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Quelle: BITKOM + Manager-Magazin


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